Pole-Position und Podestplatz für David Detmers

Der Erftlandring in Kerpen war am vergangenen Wochenende (21./22.04.2012) das Reiseziel für den Österreicher David Detmers. Anlass war der Saisonauftakt der Deutschen Kartmeisterschaft 2012. Die höchste Liga des deutschen Kartsports glänzte mit vollen Starterfeldern und internationaler Beteiligung. Kein Wunder also, dass auch David Detmers an den Start ging, um sein Können im Wettbewerb mit der europäischen Elite unter Beweis zu stellen.

In den freien Trainingssitzungen kam der Youngster noch nicht richtig in Fahrt. Erst mit einem Motorwechsel zum entscheidenden Zeittraining war Detmers  mit bei der Musik und sicherte sich die viertschnellste Zeit in seiner Gruppe. Trotz teilweise ungleicher Wetterbedingungen konnte des KSM-Pilot im Gesamtergebnis der Qualifikation den siebten Platz im 50-köpfigen Feld belegen. „Prinzipiell ist das eine gute Ausgangslage für die Vorläufe, auf der wir aufbauen können“, so Detmers vor seinen zwei Heats, die auf trockener Piste stattfinden sollten.

Im ersten Vorlauf unterstrich der Wiener einmal mehr seine Leistungsfähigkeit und steigerte sich beachtlich. Platz um Platz machte er gut und bugsierte sich in Windeseile an die Spitze. Bis zum Fallen der Zielflagge sollte er diese nicht mehr abgeben müssen und so kreuzte er als Erster den Zielstrich. Nicht ganz so erfolgreich verlief der zweite Vorlauf, in welchem er mit Bedacht den dritten Rang nach Hause fuhr. Am Abend war man mehr als zufrieden im Teamzelt, sicherte sich Detmers doch in der Addition der Heats den ersten Platz und damit die Pole-Position für das erste Finalrennen. „Wir sind natürlich sehr glücklich mit der Pole-Position. Allerdings müssen wir realistisch sein. In den kurzen Vorläufen hat unsere Pace für eine Spitzenplatzierung gereicht, aber für die längeren Finalrennen ist unser Speed noch nicht perfekt“, zeigte sich der Tony Kart-Pilot realistisch.

Und leider sollte er damit Recht behalten. Schon am Start verlor Detmers die Führung und sah sich in der Folge gezwungen, seinen zweiten Platz verteidigen zu müssen. Rundenlang gelang ihm dieses Unterfangen bevor er im 23 Runden langen Rennen eine Position nach der anderen abtreten musste. „Es war leider nicht mehr drin als der sechste Platz. Besonders aus den Ecken heraus hatte ich Probleme, wodurch ich wirklich hart zu kämpfen hatte. Unter diesen Umständen ist das Ergebnis aber dennoch akzeptabel“, so der 17-jährige.  

Besser verlief das zweite Finale für den Österreicher. Diesmal konnte er die Pace der Spitze gehen und so balgte er sich in einer vierköpfigen Kampfgruppe um den zweiten Rang. Große Positionswechsel blieben jedoch aus. „Wir waren alle auf Augenhöhe unterwegs und gleich schnell. Ich habe auf einen Fehler meiner Kontrahenten gewartet, doch sie haben keine gemacht“, so Detmers, der selbst auch ein fehlerfreies Rennen auf dem vierten Platz nach Hause fuhr. Nach dem Rennen erhielt der Drittplatzierte jedoch noch eine Zeitstrafe wegen unsportlicher Fahrweise, wodurch Detmers letztlich doch noch der Sprung aufs Podium gelang.

„Auch wenn ich nun noch als Dritter auf dem Podest stehe, kann ich mich nicht wirklich über eine geschenkte Position freuen. Ich möchte meine Erfolge auf der Strecke erkämpfen. Nichtsdestotrotz bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Es ist leider nicht das Maximum gewesen, das wir erreichen wollten, aber wir haben das beste aus der Situation gemacht und eine respektable Punkte-Ausbeute mitgenommen. Wir haben definitiv mehr Potenzial, welches wir ausspielen wollen. Daran werden wir bis zum nächsten Rennen hart arbeiten.“

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